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RegistanWie wurde diese Stadt nicht schon von Dichtern und Historikern bezeichnet: Rom des Ostens, Spiegel der Welt, Garten der Seele, Juwel des Islams, Perle des Ostens, Zentrum des Universums. Über 2.500 Jahre spannt sich die Geschichte Samarkands. Errichtet zu Füßen des Hügels Afrosiab, wurde Samarkand von bedeutenden Erobern in Besitz genommen. Dazu gehören Alexander der Große, Dschingis Khan und nicht zuletzt Timur der Lahme, oder Tamerlane, wie er auch genannt wurde.

Tillya-Kari Moschee

 

 

 

Timur (1336-1405) machte Samarkand zur Hauptstadt seines Reiches, das von Indien bis zum östlichen Mittelmeer reichte. Mit Timur begann auch der Bau der atemberaubenden Bauwerke, die wir noch heute bestaunen können.

Das Herz Samarkands ist sicher der Registan (Registan: sandiger Platz). Er wird von drei prachtvollen Medresen eingerahmt: rechts die Shir Dor Medrese (1619-36), in der Mitte die Tillya-Kari Medrese (1646-60) und links die Ulug Beg Medrese (1417-20). Ulug Beg (1394-1449), ein Enkel Timurs, war zwar kein so großer Feldherr wie sein Großvater, erlangte aber als Mathematiker und vor allem als Astronom Berühmtheit.

Shir Dor Medrese

 

 

 

 


Wir sind von der Gewaltigkeit der Bauwerke total beeindruckt und erkennen, dass eine wahnsinnige Arbeit in der Restaurierung der feinen Mosaike steckt. Und ein Blick hinter die Fassade macht deutlich, dass die Stadt, die natürlich seit 2001 auch zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, noch viel Geld und Hilfe benötigt, damit alle Bauwerke wieder in ihrem alten Glanz erstrahlen können.

Theater in Shir Dor Medrese


Wir haben lange vor dem Registan gesessen, um die Eindrücke richtig wirken zu lassen. Dabei haben wir auch nette junge Usbeken kennengelernt, die auf der Suche nach deutschen Touristen waren, um ihre Sprachkenntnisse zu verbessern. Wir hatten viel Spaß zusammen und waren schon überrascht, was für einen hervorragenden Ruf Deutschland in Usbekistan genießt.

Freude konnten wir auch bei einer Theatervorführung im Innenhof der Shir Dor Medrese verspüren. Die Medrese war genau das richtige Ambiente für die farbenfrohe Vorstellung.

 

 


© 2004 Kay Estler