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MeerechseAm nächsten Morgen versuchen wir, einen frühen Bus zum Flughafen auf Baltra zu erwischen, um das Einchecken auf unser Schiff, die "Galápagos Legend", nicht zu verpassen. Die anderen Passagiere kommen mit der zweiten Maschine aus Quito bzw. Guayaquil an. Gemeinsam fahren wir zur Anlegestelle unweit des Flughafens. Da liegt es nun, unser Kreuzfahrtschiff. Ausgelegt ist es für 96 Passagiere und 59 Besatzungsmitglieder. Wir genießen, dass das Schiff aufgrund der Vorsaison nur zur Hälfte besetzt ist. Nachdem wir unsere Kabine in Augenschein genommen haben, legen wir auch gleich ab. Erstes Ziel ist die Westküste von Santa Cruz, genauer gesagt, der Cerro Dragon, der Drachenberg. Mit dem Dingi, einem kleinen Beiboot, fahren wir zur Insel an und starten anschließend unseren Rundgang. Direkt am Ufer sehen wir schon einige Meerechsen in der Sonne liegen.

Landleguan

 

 

 

 

 

 


Meerechsen werden bis zu 1 m lang und ernähren sich durch Algen und Seegräser aus dem Meer. Sie sind wechselwarm und können ihre Körpertemperatur regulieren.
 

FlamingoUnsere Entdeckungstour geht weiter. Etwas weiter landeinwärts stoßen wir zunächst auf eine wie mit einem Ast gezogene Spur im Sand, die vom Schwanz eines Landleguans stammt. Kurz darauf taucht dann auch das zugehörige Tier auf.

Die bis zu 6 kg schweren und 1 m langen Tiere waren ebenfalls fast ausgestorben. Entlaufene und ausgewilderte Jagd- und Wachhunde hatten fast den gesamten Bestand auf Santa Cruz getötet.

Auf dem Rückweg kommen wir an einem kleinen Tümpel vorbei, in dem einige Flamingos auf Nahrungssuche sind. In der Abendsonne kommt ihr pinkfarbenes Gefieder besonders schön zur Geltung.


SonnenuntergangMit vielen fantastischen Eindrücken kehren wir am Abend auf unser Schiff zurück und genießen auf Deck den einzigartigen Sonnenuntergang. Die Sonne verschwindet dabei wahnsinnig schnell im Meer und hinterlässt einen dunkelroten Himmel. Eine Abwechslung bringen die zahlreich vorhandenen Streifenwolken, die das imposante Schauspiel erst richtig perfekt machen.

Mit einem schon fast luxuriösen Abendessen klingt dieser erste Tag an Bord langsam aus. So kann es weitergehen.

 

 

 


© 2003 - 2004 Kay Estler