Eintrag

Virgen de QuitoMan braucht schon eine Weile, um sich in Quito an die Höhe von 2.850 m zu gewöhnen. Dazu kommt noch, dass die Stadt recht hügelig ist. Vom Panecillo, einem kleinen Vulkanhügel in der Altstadt, hat man einen fantastischen Blick auf das Häusermeer der 1,6 Millionen-Metropole. Auf dem Berg befindet sich die 43 m hohe Statue der Virgen de Quito, die Replik eines Gemäldes, welches man in der Kirche San Francisco bewundern kann. Um auf den Panecillo zu gelangen, sollte man aber unbedingt mit dem Taxi fahren. Die Gegend am Berg ist etwas unheimlich. Hier soll es auch schon oft zu Überfällen gekommen sein.Blick vom Panecillo auf Quito

 

 

 

 

 

 

 

 

 Mitad del Mundo

In der Altstadt kann ich neben der Plaza de la Independencia auf jeden Fall noch  den Besuch der Basilika empfehlen. Deren Bau begann 1926 und dauerte 72 Jahre. Besonders interessant ist es, im Inneren in den Glockenturm hinaufzuklettern. Teilweise muss man dabei einige Außenleitern am Kirchturm hochsteigen. Der Blick auf die Stadt ist einfach atemberaubend.

Etwa eine Busstunde von Quito entfernt liegt das Äquatordenkmal Mitad del Mundo. Die Bestimmung der Äquatorlinie erfolgte durch eine französische Expedition im Jahre 1736. Immerhin stimmt diese bis auf
150 m mit den Ergebnissen moderner GPS-Messungen überein. Im Denkmal befindet sich ein interessantes ethnografisches Museum. Der Geheimtip ist aber das unweit des Komplexes gelegene Museum Inti-Ñan. Neben Ausstellungsstücken aus dem Leben  der Indianer sind vor allem die Experimente im Zusammenhang mit dem Äquator faszinierend. So gelang es mir tatsächlich, ein Ei auf einem Nagelkopf zu balancieren. Der Höhepunkt war aber sicher der Nachweis der Corioliskraft. Genau auf der Äquatorlinie lief das Wasser schnurgerade aus dem Waschbecken. Nur 2 m daneben auf der Südhalbkugel drehte es sich rechtsherum heraus, während es 2 m auf der Nordhalbkugel linksherum drehte. So anschaulich hatte ich mir das nicht vorgestellt.

 

 



© 2003 - 2004 Kay Estler