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MeerechsenUnser Schiff liegt am nächsten Morgen vor Española, einer etwa 60 km² großen Insel im Südosten des Archipels. Wir werden gleich bei der Landung von einer großen Kolonie Meerechsen empfangen, die sich am Strand sonnen. Die Echsen sind hier im Gegensatz zu denen auf Santa Cruz überraschend bunt.Blaufußtölpel

 

 

 

 

 


Auf unserem Rundgang stolpern wir fast über die Nester der Blaufußtölpel. Das sind die lustigsten Vögel, die ich je gesehen habe. Bis heute scheint vollkommen unklar zu sein, woher die blaue Farbe der Füße kommt bzw. welchen Zweck sie hat. Wenn man dann noch das Paarungsverhalten beobachtet, bei dem die Tiere gemächlich umeinander herumschreiten, muss man unweigerlich lachen. Blaufußtölpel haben meistens zwei Junge, von denen oft nur das erstgeborene überlebt. Das andere wird aus dem Nest gekickt.

Albatros

 

 

 


Fast nur auf Española findet man den Albatros, der hier allerdings nur zwischen April und Dezember nistet. Mit einem Gewicht von etwa 5 kg und 2 m Flügelspannweite haben sie große Probleme beim Abflug. Sie begeben sich deshalb an den Rand der Klippen und stürzen sich mit etwas Anlauf hinunter. Auch die Landung ähnelt der eines Flugzeugs. Der Paarungstanz, bei dem die Tiere mit den Köpfen wackeln und die Schnäbel gegenseitig aneinanderschlagen, ist einfach fantastisch. 

Galá¡pagos-BussardBlasloch

 

Im Süden der Insel befindet sich ein großes Blasloch. Durch ein Loch im Fels wird das hereinströmende Meerwasser zu einer bis zu 20 m hohen Fontäne nach oben gedrückt.

Zurück am Ausgangspunkt unseres Rundgangs können wir dann noch einen Bussard beobachten, der auf einem Hinweisstein sitzt und die Umgebung beobachtet.

 

 

 

 

GoldrochenAm Nachmittag machen wir einen Ausflug in die Provinzhauptstadt Puerto Baquerizo Moreno auf San Cristóbal, die allerdings nur etwa 5.000 Einwohner hat. Im  Museum lernen wir eine Menge über die wechselvolle Geschichte der Inseln.

Am letzten Tag unserer Fahrt unternehmen wir in der Caleta Tortuga Negra, der Bucht der schwarzen Schildkröte, eine Dingifahrt entlang von Mangrovenbäumen. Bei lautloser fahrt durch flaches Wasser tauchen plötzlich Weißspitzenhaie und ganze Scharen von Goldrochen direkt unter der Wasseroberfläche auf. Ein unvergessliches Erlebnis und ein fantastischer Abschluss unserer viertägigen Rundreise.
 

 


© 2003 - 2004 Kay Estler