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Catedral de la ImmaculadaCuenca ist die drittgrößte Stadt Ecuadors und gilt als die schönste. Nicht zuletzt wegen ihrer gut erhaltenen kolonialen Gebäude wurde Cuenca 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. Besonders sehenswert sind die vielen Kirchen, allen voran die neue Catedral de la Immaculada.

Wolkenwald

 

 

 

 

 

 

Für einen Tagesausflug von Cuenca bietet sich der Nationalpark Cajas nur 30 km von Cuenca entfernt an. In einer Höhe zwischen 3.500 und 4.000 m sind 232 Seen über den Park verteilt. Das Gebiet eignet sich hervorragend zum Wandern. Besonders Vogelfreunde kommen hier auf ihre Kosten. Mindestens 125 verschiedene Arten hat man identifiziert und mit etwas Glück kann man auch den Condor oder seltene Kolibris sehen. Am faszinierendsten fand ich den ‘Wolkenwald’. Kreuz und quer wachsende Bäume erinnern einen unweigerlich an Märchen. Man ist geneigt, sich nach der bösen Hexe umzusehen.

See in Cajas

 

 

 

Nachdem wie im Nationalpark Cajas schon etwas Höhenluft schnuppern konnten, wollten wir uns auch etwas weiter nördlich im Quilotoa Circuit etwas Höhenanpassung holen. Der Quilotoa Circuit beginnt in Latacunga und führt zwischen atemberaubender Landschaft durch einige kleine Andendörfer. Wir machten zunächst an der Laguna Quilotoa halt, einem smaragdgrünen Kratersee, der seine Farbe von dem schwefel- und salzhaltigen Wasser bekommt. Eine Wanderung um den Krater dauert etwa 6-7 Stunden, der Abstieg zum 400 m tiefer gelegenen Ufer etwa 30 Minuten. Den besten Blick hat man meistens am Vormittag, weil sich das Wetter nachmittags oft ändert und Regenwolken aufziehen.

Laguna QuilotoaVon Quilotoa aus kann man entweder 6 Stunden wandern oder mit einer Camioneta nach Chugchilán fahren, ein weiteres schönes Andendorf. Um schließlich von Chugchilán über Sigchos zurück nach Latacunga zu gelangen, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder man nimmt den Bus um 4 Uhr früh oder man fährt auf dem Milchtruck mit, der gegen 10 Uhr startet. Wir entschieden uns für die letztere Variante und damit für das Abenteuer. Teilweise stapelten sich 35 Leute, ein ängstliches Schwein, zwei Milchtanks, 5 leere Gasflaschen, 10-15 Säcke und 10 Bretter auf der Ladefläche. Die Abgase einatmend ging es 2 Stunden lang über eine Holperstrecke, die für jede Rallye-WM geeignet wäre.

 


© 2003 - 2004 Kay Estler