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Kathedrale an Plaza de ArmasDie Hauptstadt Santiago liegt direkt hinter den Anden. Schon der Anflug vorbei am Aconcagua ist ein tolles Erlebnis. Mehr als 5 Millionen Menschen, also ungefähr ein Drittel der Bevölkerung des Landes, leben in Santiago. Die Stadt ist durchaus mit einer europäischen Großstadt vergleichbar. Neben vielen kolonialen Gebäuden prägen immer mehr moderne Hochhäuser das Bild der Stadt. Ein großes Problem stellt die wachsende Luftverschmutzung dar. So dürfen Fahrzeuge ohne Katalysator mit geraden bzw. ungeraden Nummern nur an verschiedenen Tagen fahren. Allerdings helfen sich viele dadurch, dass sie entsprechend zwei Fahrzeuge besitzen...

Neben dem Besuch des Stadtzentrums mit der Plaza de Armas lohnt sich u.a. ein Besuch des Hauses von Pablo Neruda im Stadtteil Bellavista. Wer etwas von südamerikanischem Temperament mitbekommen will, dem empfehle ich eine der Discos in den Straßen Suecia und General Holley im Bezirk Providencia.

Observatorium El TololoNördlich von Santiago wird die Vegetation immer trockener und die Population geringer. Der klare Himmel über der Wüste in den Höhenlagen der Anden über 2.000 m eignet sich deshalb besonders gut für astronomische Beobachtungen. Eines der größten Observatorien, El Tololo, ist ein Gemeinschaftsprojekt amerikanischer und chilenischer Universitäten und liegt in 2.200 m Höhe. Der Spiegel des großen Teleskops hat einen Durchmesser von 4 m und kostet 10 Mio. $. Das Observatorium ist samstags für Besucher geöffnet. Voraussetzung ist allerdings eine vorherige schriftliche oder telefonische Anmeldung im Büro in La Serena.

Delfine

 

Wir mieten in La Serena ein Auto und fahren zunächst etwa 80 km nach Norden und dann 40 km auf einer einfachen Straße an die Küste nach Choros. Dort konnte man für ca. 10 US-$ p.P. eine zweistündige Bootstour zur Isla Choros machen. Dabei haben wir neben Pinguinen auch Pelikane, Seehunde und Seelöwen aus nächster Nähe gesehen. Höhepunkt war aber sicherlich, zwischen umher springenden Delfinen zu fahren.

 

 

kleiner Truck (170 t) in Chuquicamata

 

In Chuquicamata bei Calama befindet sich die größte offene Kupfermine der Welt. In einer Höhe von 2.700 m dehnt sich ein riesiges 825 m tiefes Loch über eine Fläche von 4,5 x 3 km aus. 3.200 PS starke Trucks mit einem Reifendurchmesser von bis zu 4 m befördern das Erz an die Oberfläche. Dabei verbraucht so ein Truck 2 l Diesel in der Minute. Die Ladekapazität beträgt bis zu 360 t. Zur Zeit werden neue russische Trucks mit einer Kapazität von 500 t getestet. 8.000 Beschäftigte arbeiten im 3-Schicht-System für immerhin 1.500 $ im Monat. Führungen durch die Anlage finden täglich um 9.30 Uhr statt und vermitteln einen interessanten Überblick.
 

 


@ 2002 - 2004 Kay Estler