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Kloster Santa CatalinaNach einem halbstündigen Flug landen wir in Arequipa, mit 650.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Perus. Wegen des hier verbauten hellen Gesteins wird sie auch die 'Weiße Stadt' genannt. Arequipa liegt in einem sehr erdbebengefährdeten Gebiet und wird vom Vulkan Misti (5.822 m) und der Chachani-Kette (6.057 m) umrahmt. Im Museo Santuarios Andinos ist die Mumie Juanita ausgestellt, die 1995 auf dem Vulkan Ampato (6.380 m) gefunden wurde. Dabei handelt es sich um ein 13 - 14 Jahre altes Mädchen, dass vor 500 Jahren von Inkapriestern geopfert wurde.

Die größte Sehenswürdigkeit Arequipas ist das Kloster Santa Catalina. 1579 gebaut, war dieses Kloster bis zum Jahr 1970 für die Öffentlichkeit unzugänglich. Auf einer Größe einer kleinen Stadt ist es mit vielen Gassen, Kreuzgängen, Brunnen und Gärten malerisch angelegt. Besonders beeindruckend ist das Zusammenspiel der Farben. Die Mauern sind abwechselnd rot und blau angemalt und die vielen Blumen passen hervorragend in die Umgebung hinein.

Canyon de Colca

 

 

 

 


Von Arequipa aus machen wir einen 2-Tagesausflug in den Cañon de Colca. Dieser Canyon ist tiefer als der Grand Canyon. Die Hänge wurden schon von den Inka genutzt, indem man sie terrassierte und damit landwirtschaftlich nutzbar machte.

 

Kondor

 

 

Höhepunkt des Ausflugs war aber der Blick vom Cruz del Cóndor. Gegen 8 Uhr kommen wir dort an, um die Könige der Lüfte Über uns gleiten zu sehen. Nach einer Weile tauchen sie auch in der Morgensonne auf, um ihre Flügel aufzuwärmen. Es hat schon etwas majestätisches, wenn so ein Vogel mit über 3 m Spannweite über den Kopf hinweggleitet.

 


 

Affe

 

Von Arequipa geht es mit dem Nachtbus weiter nach Nasca. Nachdem der Bus unterwegs fast seinen Geist aufgegeben hätte, erreichen wir gegen 8 Uhr doch noch Nasca. Nachdem wir unser Hotel gefunden haben, wollen wir gleich noch den Flug über die Nasca-Linien buchen. 40 $ sind ein stolzer Preis, aber es sollte sich lohnen. Bei dem 35-minütigen Flug mit der Cessna konnten wir die größten der Geoglyphen wirklich sehr gut sehen. Der Affe ist etwa 70 m groß und wie alle anderen Figuren mit einer durchgehenden Linie gezeichnet worden. Die Linien wurden von der in Dresden geborenen Mathematikerin.

 

Kolobri

 

Maria Reiche in jahrelanger mühevoller Kleinarbeit vermessen und katalogisiert. Da die Figuren fast nur ausder Luft so richtig zu sehen sind, gibt es viele Deutungsversuche für ihren Ursprung. Erich von Däniken bezeichnete sie sogar als Landebahnen für Außerirdische. Fakt ist aber, dass viele Linien zu ganz bestimmten Sonnenkonstellationen zeigen. Deshalb wird vermutet, dass sie den Nasca als Kalender dienten, um u.a. den Wechsel zwischen Trocken- und Regenzeit zu bestimmen. Offenbar wurden auf den Figuren auch religiöse Zeremonien abgehalten.

 

 

Schädel

 

Nur 18 km von Nasca entfernt liegt der Friedhof von Chauchilla, ein Gräberfeld aus der Zeit vor den Inka. Grabräuber haben hier schon vor langer Zeit ihr Tagwerk getan. Inzwischen haben aber Archäologen einige Gräber mit den darin befindlichen Mumien freigelegt. Es liegen aber immer noch eine Menge Knochen, Schädel und Stofffetzen über das Gelände verstreut. Es ist schon ein schauriger Anblick, der sich dem Besucher hier bietet.

 

 

 


@ 2002 - 2004 Kay Estler