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Arctic Brotherhood Hall in SkagwayAls 1897 die Nachricht von Goldfunden bei Dawson City die Runde machte, wurde der größte Goldrausch der Geschichte ausgelöst. Über 20.000 Goldsucher machten sich auf den Weg per Schiff nach Skagway und das benachbarte Dyea. Von hier aus musste zunächst der Chilkoot Pass überwunden werden, um dann auf dem Yukon River von Whitehorse nach Dawson City zu gelangen. Die North West Mounted Police ließ die Goldsucher aber nur nach Kanada einreisen, wenn sie Lebensmittel für ein Jahr dabei hatten. Das hieß, dass jeder etwa eine Tonne Gepäck mit sich tragen musste. Entweder man heuerte dafür Träger an, oder man musste den 50 km langen Chilkoot Trail mehrfach bewältigen. 1898 wurde dann mit dem Bau der White Pass & Yukon Railroad begonnen. Aber da waren in Dawson City die meisten Claims schon abgesteckt.Tracy Arm Fjord

Viele Reiseführer empfehlen von Juneau aus eine Tour in den Glacier Bay National Park, um die gewaltigen Gletscher zu bestaunen. Wenn man sich nicht nach Gustavus fliegen lässt, benötigt man dafür aber mindestens 2 Tage. So ein Ausflug kann deshalb sehr kostspielig werden. Und wenn man bedenkt, dass die Glacier Bay bei Touristen sehr beliebt ist, bietet sich als wirklich lohnenswerte Alternative ein Bootstrip in den Tracy Arm Fjord an. Tracy Arm ist ein 25 km langer Fjord, der erst vor ziemlich kurzer Zeit entstanden ist, weil sich der Sawyer Glacier immer mehr zurückzieht. Zurück bleiben steile Felswände, malerische Wasserfälle und ein perfekter Lebensraum für Seeadler, Seehunde und viele verschiedene Vogelarten. Das milchig-türkisfarbene Wasser mit vorbeitreibenden Eisschollen macht die Szenerie einfach grandios.

South Sawyer Glacier

 

 

 

 

 

 


Der Sawyer Glacier teilt sich in einen nördlichen und einen südlichen Gletscher. Vor allem der South Sawyer Glacier ist spektakulär. Er kalbt praktisch ständig.

Seehunde

 

Vor dem Gletscher tummeln sich oft ganze Horden von Seehunden. Und das hat einen guten Grund: Hier sind sie vor den Orcas (Killerwalen) relativ sicher. Bei den Orcas stehen die Seehunde mit ganz oben auf der Speiseliste. Sie verfügen über eine Art Sonarsystem, mit dem sie ihre Nahrung lokalisieren. Das Ganze hat nur den Nachteil, dass sie eine Eisscholle nicht von einem Seehund unterscheiden können. Wegen der Unmengen an Eisschollen meiden die Orcas deshalb das Gletschergebiet.

 

 



@ 2001 - 2004 Kay Estler