Indonesien

MelkerinMit unseren Jeeps werden wir in den nächsten Tagen mit dem Ziel Lhasa nach Osten unterwegs sein. An einem mit Gebetsfahnen geschmückten Pass hinter Horchu nehmen wir mit einem letzten Blick Abschied vom Kailash. Wir müssen etwas Zeit herausholen, die wir an der nepalesisch-tibetischen Grenze eingebüßt haben. Entsprechend schnell aber trotzdem sicher fegen unsere Fahrer über die staubige Piste. Das Wetter ist etwas launisch und nur selten tauchen die Bergketten an der nepalesischen Grenze am Horizont auf. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit erreichen wir Paryang, wo wir gemeinsam die Zelte aufbauen.

Nach einem Besuch des Klosters in Zhongba und einer Mittagspause in Saga nutzen wir am nächsten Tag die spontane Gelegenheit, eine Nomadenfamilie in ihrem Zelt zu besuchen. Ca. zwei bis drei Monate sind die Nomaden an einem Ort, bevor sie weiterziehen. Auch heute fahren wir, bis es dunkel wird. Wir zelten zwar an einem See, dem Tso Drolung, können das Wasser jedoch nicht zum Kochen nutzen, da es ein Salzsee ist.

Shisha Pangma (8.013 m)Am nächsten Morgen taucht schon von weitem der Shisha Pangma auf, mit 8.013 m der höchste vollständig in China gelegene Berg. Am Ufer des Pelko Tso, einem türkisfarbenen See, weidet eine riesige Schafherde und wir bewundern den fantastischen Ausblick auf die Riesen des Langtang Himal. Gegen Mittag haben wir Tingri erreicht. Die Wolken ziehen leider nicht vollständig auf, gestatten uns jedoch zumindest einen Blick auf den Cho Oyu (8.201 m) und teilweise auch auf den Everest. Von nun an ist die Straße größtenteils asphaltiert, ein angenehmes Fahrgefühl stellt sich ein. Nach unserer Ankunft in Sakya genehmigen wir uns das erste Bier seit langem.

Klostermauer

 


Sakya („graue Erde“) hat zwei berühmte Klöster, wobei das nördliche, 1073 gegründete heute fast nur noch aus Ruinen besteht und derzeit wiederaufgebaut wird. Dem südlichen, 1268 errichteten Kloster statten wir heute einen Besuch ab. Die dicken Begrenzungsmauern und Wachtürme erinnern mich eher an eine gewaltige Festungsanlage.

Gebetsmühlen

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Info

MöncheSakya ist eine der vier Hauptschulen des Tibetischen Buddhismus. Die anderen sind Nyingma, Kagyü und Gelug. Zusammen mit den Nyingmapa und Kagyüpa bezeichnet man die Sakyapa auch als Rotmützen.

Die Stadt Sakya war im 13. und 14. Jh. die Hauptstadt Tibets. Hier wurde die historische Allianz zwischen den Lamas von Sakya und den mongolischen Khans begründet. Der mongolische Kaiser Kublai Khan übertrug den Führern Sakyas damals die Lehnsherrschaft über Tibet.

Die Nachfolge an der Spitze der Sakyapa wechselt immer zwischen zwei Häusern der Khön-Familie. Das gegenwärtige geistliche Oberhaupt ist der 1945 geborene 41. Sakya Trizin, der im indischen Exil lebt.

Links
  • Sakya bei Wikipedia
  • Offizielle Homepage Seiner Heiligkeit Sakya Trizin (engl.)
  • Biografie S. H. Sakya Trizin
  • Kloster Sakya bei tibetreisen.com
  • Geschichte des Klosters Sakya bei berzinarchives.com
  • Kloster Sakya bei China Today
  • Kloster Sakya bei China Travel Guide (engl.)
  • Kloster Sakya bei China Culture (engl.)


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