PetropavlovskPetropavlovsk-Kamchatsky (oder Kamtschatskij) ist mit über 250.000 Einwohnern die mit Abstand größte Stadt Kamtschatkas. Nachdem die Einwohnerzahl seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion immer weiter zurückging, steigt sie inzwischen angeblich wieder an. 1740 überwinterte hier in der Avacha-Bucht Vitus Bering auf seiner zweiten Kamtschatka-Expedition. Er sollte im Auftrag des Zaren die Küste Alaskas erkunden. Nach seinen beiden Schiffen “St. Peter” und “St. Paul” hat die Stadt ihren Namen erhalten.Lenin-Denkmal

 

 

 

Die Stadt zu Füßen der beiden Vulkane Koryaksky (3.456 m) und Avachinsky (2,751 m) ist sehr weitläufig und zu Fuß kaum zu erlaufen. Am Hafen befindet sich noch eine der wenigen Leninstatuen, die die Sowjetzeit überlebt haben. Hier in der Nähe gibt es auch die Möglichkeit, im Kaufhaus GUM einige Souvenirs zu erstehen oder sich im Naturkundemuseum über Geschichte und Natur Kamtschatkas zu informieren.

Koryaksky uns Avachinsky

 

 

 

 

 

 


Da wir einige Vulkane besteigen wollten, nutzten wir die Gelegenheit, um dem (äußerlich unscheinbaren) vulkanologischen Institut der Stadt einen Besuch abzustatten. Das ist eines der international angesehensten Forschungs-einrichtungen. Wo hat man schon die Möglichkeit, so eine große Anzahl aktiver Vulkane direkt vor der Haustür zu erforschen.

3 BrüderNach einer anstrengenden Trekkingtour ist es eine willkommene Abwechslung, sich mal entspannt zurückzulehnen und auf einer Bootstour in die Avacha-Bucht den grandiosen Anblick der Silhouette der Stadt am Berghang vor den Vulkanen Koryaksky und Avachinsky zu genießen. Auf der anderen Seite ragt der Vilyuchinsky (2.173 m) über die Steilküste hinaus. Bei der Fahrt hinaus in Richtung Pazifik kommt man an einigen steilen Klippen wie den “3 Brüdern” vorbei, die von Vogelkolonien besetzt sind. Papageitaucher, Möwen und Alke kreischen um die Wette und hinterlassen ihre Exkremente auf den Felsen. Durch das Fernglas kann man auch Teile der geheimen Rybachy Base erkennen, dem Sitz der russischen Pazifik-U-Boot-Flotte.

 


© 2006 Kay Estler