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Nach vier Tagen im Osten von Big Island lockt vor allem das trockenere Wetter im Westen. Die Überführungsetappe entlang der Hamakua Küste nach Kailua-Kona ist anfangs zwar etwas verregnet, bietet aber trotzdem eine Menge, u.a. tosende Wellen im Laupahoehoe Point Park und einen faszinierenden Blick ins Waipio Valley. Ab Waimea wird das Wetter besser. Hier fällt mir wieder auf, wie viele schöne Kirchen es auf Big Island doch gibt.

Kirche in WaimeaKüste bei Pololu

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In Kailua-Kona herrscht strahlender Sonnenschein. Trotzdem ist die Luft nicht klar, der sogenannte Vog liegt über der Stadt. Bei einer ersten Erkundung der Strände in Kailua kommen wir auch an der kleinen blauen St. Peter’s Church vorbei, einer der beliebtesten und meistfotografierten Kirchen Hawaii’s.
 

St. Peter's ChurchKii Wächter

 

 

 

 

 

 

 

 


Pu’uhonua O Honaunau National Historical Park, was für ein Name! Auf dem Weg zu der beeindruckenden historischen Stätte passieren wir Captain Cook. Dieser Ort liegt nur wenige Kilometer von der Stelle entfernt, an der James Cook 1779 von Einheimischen ermordet wurde.

Im Nationalpark haben wir die Gelegenheit, einen kleinen Einblick in das Leben im früheren Hawaii zu erhalten, als noch das System des kapu (tabu) herrschte. Wer gegen das Gesetz verstoßen hatte, konnte sich der Todesstrafe nur entziehen, indem er schwimmend den heiligen Boden des pu’uhonua, der Stätte der Zuflucht, erreichte. Die Tempelanlagen werden dabei von bis zu 5 m hohen Wächterfiguren, den ki’i, beschützt.

Black Sand BeachGreen Sand Beach

 

 

 

 

 

 

 

 

 

MeeresschildkröteWir fahren weiter in den Süden von Big Island zum Punalu’u Beach Park. Der Park ist nicht nur für seinen schwarzen Sand, sondern auch für die hier brütenden Grünen Meeresschildkröten bekannt. Nach einigem Suchen entdecken wir ein Exemplar direkt am Strand. Ein paar Meilen weiter haben wir in South Point den südlichsten Punkt der USA erreicht. Wahrscheinlich erfolgte von hier aus die Besiedlung Hawaiis, als die ersten Polynesier vor etwa 1.500 Jahren an Land gingen. Wir starten zu einer kleinen Wanderung zur Green Sands Beach. Unglaublich, aber der Sand ist wirklich grün! Die Farbe stammt von den Olivinkristallen, die sich durch Erosion von Basaltlava bildeten.

Zurück in Kona lassen wir den Abend im Pub der Kona Brewing Company ausklingen. Wir probieren uns durch das Sortiment und verstehen überhaupt nicht mehr, wer auf die Idee gekommen ist, es gäbe kein Bier auf Hawaii!
 


© 2010 Kay Estler