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Akaka FallsEs lohnt sich auf jeden Fall, die Gegend um Hilo etwas genauer zu erkunden. Wir machen zunächst einen Abstecher in den Süden zum Mauna Loa Macadamia Nut Visitor Center. Ich dachte, dass die leckeren Dinger hier besonders preiswert sind, muss aber später feststellen, dass ich sie im Supermarkt billiger erworben hätte. Ein Rundgang im Lava Tree State Park ist auch interessant. Die “Lavabäume” bildeten sich, als sich bei einem Ausbruch flüssige Lava um die Bäume wickelte und am Boden schnell weiterfloss.

Westlich von Hilo sieht man die schönen Rainbow Falls schon fast vom Parkplatz aus. Von hier ist es auch nicht weit zu den Kaumana Caves, einem Lavatunnel, der sich beim Ausbruch des Mauna Loa im Jahr 1881 bildete. Ist aber schon etwas unheimlich!

Chamäleon

 

 

 

 

 

 

Die Akaka Falls mit ihren 130 m Höhe sind schon toll anzuschauen, aber was mich bei der Wanderung im Park besonders beeindruckt, ist das kleine Chamäleon, dass plötzlich am Weg im Gras hockt. Wo kommt das denn her? Eigentlich sind die Tiere auf Hawaii nicht endemisch.
 

Waiakea Tsunami Memorial ClockHilo wurde in jüngerer Zeit bereits zweimal von Tsunamis heimgesucht. Das erste Mal, am 01.04.1946, gab es 159 Tote, als eine 14 m hohe Welle nach einem Erdbeben der Stärke 7,8 auf den Aleuten die Stadt traf. Das zweite Mal, am 23.05.1960 forderte ein Tsunami nach dem schweren Erdbeben in Chile (Stärke 9,5) 61 Menschenleben. Daran erinnert die Waiakea Tsunami Memorial Clock, die um 1:05 Uhr stehen blieb, als der Tsunami das Ufer erreichte.

Natürlich wollen wir auch zum Mauna Kea. Der “weiße Berg” ist zwar nur 4.205 m hoch, gilt aber vom Meeresboden aus gemessen mit 10.203 m auf diese Art als höchster Berg der Erde. Zum Glück liegt sein letzter Ausbruch schon 4.500 Jahre zurück. Das werden sich auch die Wissenschaftler sagen, die dort oben bisher 13 Observatorien errichtet haben. Im Moment laufen die Planungen für ein riesiges 30 m Teleskop.

Straße zum Mauna Kea

 

 

 

 

 

 

Die Fahrt bis zum Visitor Center auf 2.700 m ist asphaltiert. Eigentlich dürfen wir ab hier mit unserem Chevy Cobalt nicht mehr weiter. Aber da wir unbedingt da hoch wollen, schieben wir uns langsam aber stetig auch die 4,5 Meilen lange und steile Schotterstrecke hinauf, bis die Straße wieder richtig gut wird. Auf dem Gipfel weht ein heftiger Wind und es sind nur etwa 5°C. Dafür sind wir über den Wolken und genießen den Blick auf die umliegenden Aschekegel und den Mauna Loa.

Mauna Kea ObservatorienAschekegel am Mauna Kea

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


© 2010 Kay Estler